
Es wurde in den letzten Monaten ja viel über den allzu sorglosen Umgang mit persönlichen Daten im Internet diskutiert, besonders im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken. Das alles ist ja schon schlimm genug, aber was da in den USA gerade als “Next Big Thing” angepriesen wird, macht wohl jeden halbwegs vernünftigen Menschen fassungslos:
“Blippy” heißt der neue Web 2.0-Dienst, bei dem man wie die SZ berichtet “nur” seine Kreditkartendaten plus die Zugangsdaten zu Webshops wie Amazon oder iTunes etc. angeben muss, schon werden seine sämtlichen Einkäufe veröffentlicht und man kann mit anderen Usern darüber diskutieren. Das ist dann wohl irgendwie lustig oder so. Manchen Leuten ist einfach nicht mehr zu helfen…

Man liest es immer wieder: Nur ein paar Bilder vom Junggesellenabschied eines alten Freundes im sozialen Netzwerk seines Vertrauens (really?) können schon Karrieren beenden. Wer weiß schon, wer sich das alles ansieht und welchen Weg die Fotos gehen? Eine Überraschung hat z.B. eine Familie aus den USA erlebt: Nachdem ein Familienfoto in ihrem Blog veröffentlicht worden war, sind sie von Freunden prompt wiedererkannt worden – auf einer tschechischen Supermarktreklame!

Das Internet ist ein Sammelsurium von Idioten. Schon das Aufgeben einer harmlosen Kleinanzeige kann Dein Schicksal besiegeln, zumindest wenn Du danach “Emails from an Asshole” im Postfach hast! Der Seitenbetreiber hat es sich nämlich offenbar zum Ziel gesetzt, seine Mitmenschen in den Wahnsinn zu treiben. Sehr amüsant!

Barack Obama ist zwar schon 100 Tage im Amt, seine beispiellose Popularität ist aber nach wie vor ungebrochen. Natürlich wollen im Wahljahr 2009 auch die Parteien im Bundestag von seinem ebenso innovativen wie erfolgreichen Wahlkampf lernen. Das gilt - wie die Tagesschau berichtet - vor allem für die Nutzung der neuen Medien. Über das Ergebnis möge sich jeder selbst ein Bild machen…

Aus Langeweile surfen ist manchmal ein bisschen wie Schlafwandeln: Man befindet sich plötzlich an irgendeinem beliebigen Punkt in den Untiefen des www und hat keine Ahnung mehr, wie man eigentlich dort hingekommen ist. So erging es mir neulich mit dem “Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“! Da sind die nächtlichen Ausflüge von Tini deutlich sinnvoller, das gebe ich gerne zu!