
Laut “L’Osservatore Romano” steht uns eine Saison mit ziemlich mittelmäßigen Musikfestivals bevor. Statt dessen empfiehlt die Zeitung, lieber zuhause zu bleiben und sich einigen Klassikern der Popgeschichte zu widmen. Das erstaunliche daran ist, dass es sich bei dem Blatt um das Presseorgan des Vatikans handelt! Lieber DJ Benedikt, da sind aber ein paar ganz böse Protestanten dabei! Pfui!

Schon in den vergangenen Jahren war ich in Versuchung, mein persönliches Album des Jahres zu küren, aber nie hat sich eine Platte so aufgedrängt, wie es 2009 “Glitter and Doom” von Tom Waits getan hat! Übrigens hat er auch eine sehr sehenswerte Homepage, die nicht zuletzt wegen der vielen schier unglaublichen Videos (wie z.B. diesem hier) einen Besuch wert ist.

Welche Talente mir der liebe Gott auch in die Wiege gelegt haben mag, die Fähigkeit, sich Liedtexte gut (geschweige denn schnell) merken zu können, gehört sicher nicht dazu. Folgerichtig habe ich beim “Rock & Roll Lyrics Quiz” auch eher mäßig abgeschnitten. Allerdings ist das auch nicht so einfach, denn die Wörter der jeweiligen Textpassagen sind alphabetisch sortiert!

Ich mag Coldplay bekanntlich nicht. No way! Dass ich mich jetzt nicht zum großen Läster-Rundumschlag hinreißen lasse, ist der Tatsache geschuldet, dass die Jungs so nett sind, als “thank you to our fans” ein komplettes Live-Album kostenlos zum Download anzubieten. Sehr löblich! Schönen Vatertag zusammen!

Wenn ich behaupte, die Worte “Tom Waits“, “Woyzeck” und “Oberhausen” in einem sinnvollen deutschen Satz verwenden zu können, wird mich der eine oder andere wahrscheinlich für verrückt erklären! Here we go: Eine von Tom Waits überarbeitete Opern-Version von Georg Büchners ”Woyzeck“ wird seit Freitag im Theater Oberhausen aufgeführt. Weltpremiere feierte das Stück bereits 2001 in Kopenhagen, allerdings wurde es seit dem von Waits’ Verlag gesperrt. Einen Vorgeschmack auf das, worauf sich die Zuschauer nervlich einstellen müssen, bietet dieser ZDF-Bericht von damals.