
Der Mensch ist doch eine sehr effektive Maschine. Ein oder zwei Tässchen Kaffee – schon ist der Tag gerettet. Ein Auto braucht immerhin 56 Espressi pro Meile! Blödsinn? Ja, natürlich. Allerdings ist es in der Tat möglich, ein Auto mit Kaffeebohnen anzutreiben. Ein Team der BBC ist damit kürzlich sogar von Manchester nach London gefahren. So ganz neu ist die Idee natürlich nicht, schon im 2. Weltkrieg sind aufgrund des Rohstoffmangels hierzulande Autos per Holzvergasung angetrieben worden.

Die Schlagzeile der Woche ist diesmal wieder eher ein Negativbeispiel. Die SZ hat unter dem Titel “Ferrari Karbonata” eine Fotoserie über den Ferrari 430 Scuderia veröffentlicht. Das ist ja schon mal nicht gerade ein Schenkelklopfer.
Abgesehen davon bereitet es mir immer wieder körperliche Schmerzen, wenn jemand ein Wort mit dem Kohle oder Kohlenstoff andeutenden Baustein “Carbon…” mit “K” schreibt, sei es Carbonat oder die hier wohl gemeinte Carbonfaser, bei der es genauso wie bei den Spaghetti alla Carbonara aus obigem Wortspiel keine Alternative zum “C” gibt. “Karbon” mit “K” gibt es auch, allerdings ist das eine Periode der Erdgeschichte, die sicher niemand mit einem Ferrari in Verbindung bringen will.
Damit aber noch nicht genug der ekelhaften Besserwisserei, auch der erste Absatz hat mich stutzig gemacht: “Ein Ferrari hat was Demokratisches: Er gehört nie nur dem, der ihn fährt oder parkt. Er gehört immer auch denen, die sich um ihn scharen, ihn fahren hören und sehen.” Demokratisch? Für mich klingt das eher nach Kommunismus…

Der Führerschein wird 100 Jahre alt! Das Dumme daran ist nur, dass ausgerechnet ich jeden Morgen einige Verkehrsteilnehmer vor mir habe, die ihre Fahrerlaubnis wohl tatsächlich noch im wilhelminischen Kaiserreich erworben haben… Was bietet Ihr mir eigentlich, wenn ich hier mein Führerscheinfoto veröffentliche? Allerdings liegt meines vom Peinlichkeitsfaktor her im Vergleich zu anderen dann doch eher im guten Mittelfeld!

Juhu, die Welt ist gerettet! Autobauer und Elektrokonzerne haben sich nämlich auf einen einheitlichen Stecker zum Aufladen von Elektroautos geeinigt. Super, dann steht ja der Marktreife im Jahr 2079 nichts mehr im Wege! Dabei gäbe es durchaus einen Markt für Elektrofahrzeuge, die Amerikaner aufgrund der extrem hohen Spritpreise im vergangenen Jahr sogar munter mit ihren Golfwagen durch die Gegend gedüst!

Zugegeben, zur Zeit ist es schon extrem kalt! In unseren Breiten ist es allerdings Standard, speziellen Winterdiesel anzubieten, der bis ca. -22 °C problemlos genutzt werden kann, ohne dass Paraffine ausflocken. Leider hat sich das offenbar nicht bis zu jedem Mineralölkonzern herumgesprochen! In aller Kürze: Gestern Abend getankt, die 300m nach Hause gefahren (ja, bei der Tanke war ich!), Auto im Freien abgestellt. Heute früh losgefahren, 10 Minuten alles in Butter, obwohl Auto eiskalt (alter Sprit in den Leitungen?). Dann war Ende-Gelände. Filter zu, nur noch rumgekotzt, v(max) = 50. Umgedreht und die Kiste mit Müh’ und Not wieder bis vor meine Haustür getreten. Ich war begeistert!