
Am vergangenen Samstag hatte Wladimir Klitschko das einseitige Vergnügen, gegen Hashim Rahman anzutreten. Für RTL-Verhältnisse war die TV-Übertragung diesmal sogar in Ordnung, auch wenn wie immer die Werbeunterbrechungen ebenso genervt haben, wie Frauke Ludowig oder der unvermeidliche Kai Ebel, der sich wohl auch noch mit siebzig im Hanswurst-Bedarf einkleiden wird. Zumindest hat man (und das ist bei RTL keineswegs selbstverständlich) den Kampf halbwegs gut mit der Kamera eingefangen. Das war zusammen mit der Tatsache, dass sich Reporterlegende Ernst Huberty scheinbar bester Gesundheit erfreut, allerdings das einzig positive an diesem Abend. Hätte man das mal besser den Herrn Huberty machen lassen…
Die schreibende Zunft hat sich mit ihrer Berichterstattung auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Viele haben sich offenbar damit begnügt, den recht blutleeren Text der Presseagentur abzuschreiben (FAZ? Süddeutsche?), der dem Gebotenen in keiner Weise gerecht wird! Zumindest hat sich der Spiegel seine eigenen Gedanken über die Vorstellung am Samstag gemacht. Alleine der Stern trifft aber den Nagel wirklich auf den Kopf und findet deutliche Worte: Das war eine Farce!
Zumindest ist mir an diesem Abend der Kommentar von Henry Maske erspart geblieben, der ja in der ARD gerne im Tonfall (und überraschenderweise auch mit dem Boxsachverstand) eines Dorfpfarrers seine Sicht der Dinge darlegen darf. Im Spiegel wird er mit folgenden Worten zitiert: “Ein Haken in der ersten Runde hat Rahman so erschreckt, dass er merkte: Hier steht ein Baum vor mir und nicht eine kleine Borke.” So lasst uns eine Borke pflanzen und gemeinsam mit Pfarrer Maske für bessere Zeiten im Schwergewicht beten!

Jap, der Fertinger hat seit letzter Woche einen 40-Zöller zu Hause! Wenn man bedenkt, dass mein altes Röhren-Gerät ja auch noch nicht so alt war, ist der Qualitätssprung schon wirklich gewaltig! Die Frage ist nur, ob man das überhaupt will. Schmerzt dieser hohe Kontrast, diese Schärfe und die schiere Größe des Bildes nicht in unseren von Internetvideos und schlechten Raubkopien konditionierten Augen? Kein Problem, mit den Youtube-Glasses geht alles seinen gewohnten Gang!

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Stephen King, aber die Verfilmung von “The Shinig” aus dem Jahr 1980 ist einfach genial! Stanley Kubricks beklemmende Inszenierung und ein überirdischer Jack Nicholson haben diesem Film völlig zurecht einen Platz unter den “20 Scariest Movies of All Time” von “Entertainment Weekly” gesichert.
Weit weniger bekannt ist, dass Kubricks Tochter Vivian damals ein “Making of” gedreht hat, das seit einiger Zeit in voller Länge und brauchbarer Qualität bei Google Video zu sehen ist. Auch die Simpsons-Parodie von “The Shining” ragt aus der Reihe der sonst eher mäßigen Halloween-Folgen heraus. Denn merke: “No TV and no beer make Homer go crazy!“

Fans angloamerikanischer Comedy sollten jetzt viel Zeit mitbringen, denn “The 50 Greatest Comedy Sketches of All Time” bietet genau das, was der Titel verspricht! In der Liste der ehemaligen Ensemble-Mitglieder der legendären US-Comedy “Saturday Night Live” findet sich übrigens sicher die eine oder andere Überraschung!

Die Olympischen Spiele in Peking sind so gut wie vorbei. Wer gehofft hatte, hier sein Wissen über Nationalhymnen auffrischen zu können, wurde enttäuscht, denn gehört hat man ja fast nur die Chinesische. Macht nichts, bei allnationalanthems.com kann man das in aller Ruhe nachholen!