
Spätestens seit dem Film “Und täglich grüßt das Murmeltier” kennt wohl jeder das Prozedere: Am 2. Februar, dem traditionellen “Groundhog Day“, wird in der Ortschaft Punxsutawney im Staat Pennsylvania das Murmeltier Phil aus seinem Bau gezogen. Sieht es seinen Schatten, hält der Winter angeblich weitere sechs Wochen an. So war es auch in diesem Jahr. Neu dagegen dürfte sein, dass die Tierschutzorganisation Peta Phil durch einen Murmeltier-Roboter ersetzen will!

Die Zeiten, in denen ein Kuchen oder eine Torte immer dasselbe von Großmutters Backform vorgegebene Aussehen hatte, sind leider vorbei. Der typisch amerikanische Trend, alles, was sich aus Teig, Marzipan und Zuckerguss modellieren lässt, auch auf die Menschheit loszulassen, ist auch bei uns mehr und mehr zu beobachten. Das kann allerdings ziemlich in die Hose gehen, wie “Cake Wrecks” eindrucksvoll beweist!

Die Schlagzeile der Woche ist diesmal ein übler Kalauer. Offenbar so übel, dass sie inzwischen wieder aus dem www verschwunden ist. Aber der Reihe nach: US-Notenbankchef Ben Bernake ist von Barack Obama für eine zweite Amtszeit nominiert worden, worauf die Börsen mit Kursgewinnen reagiert haben. Daher hat sich die “Telebörse” zur Schlagzeile “Danke, Bernanke!” hinreißen lassen – allerdings nur vorübergehend, denn irgendein humorloser Redakteur hat das inzwischen in “Dank Bernanke und Daten” geändert. Olle Spaßbremse!

Der Mond ist zur Zeit wieder in aller Munde, schließlich jährt sich die Mondlandung dieser Tage zum vierzigsten mal. Wahre Mond-Fans kaufen sich für die Feierlichkeiten am besten den Apollo 11 Raumanzug – für schlappe 9500 Dollar! Natürlich ruft dieses Jubiläum auch Skeptiker auf den Plan, schließlich ist die Behauptung, die Mondlandung wäre lediglich eine Hollywoodinszenierung gewesen, eine der beliebtesten Verschwörungtheorien. Fakt ist jedenfalls, dass der Besuch des Erdtrabanten ein Wendepunkt im Leben der insgesamt 24 US-Amerikaner war! Wir Normalsterblichen können den Mond ja leider nur mit dem “Virtual Moon Atlas” umrunden.

Morgen wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Allerdings habe ich trotz eindeutiger Umfragewerte für Obama immer noch Zweifel, dass die Amerikaner wirklich einen Schwarzen wählen! Aber warten wirs ab, Mittwoch früh sind wir schlauer. Sicher scheint zumindest eines: Georg W. Bush will niemand mehr haben. Die Europäer und die US-Demokraten ohnehin nicht, aber auch die US-Bürger und sogar seine eigene Partei nicht.
Diese so selbstverständlich erscheinende Erkenntnis sollte man allerdings genauer hinterfragen, denn es wimmelt nur so von Wendehälsen! Einerseits sollte man nicht vergessen, dass beim “Nein” der Regierung Schröder zum Irak-Krieg u.a. eine gewisse Frau Merkel und ein gewisser Herr Schäuble nicht müde wurden, den Untergang des Abendlandes zu beschwören, andererseits war auch das Presseecho keineswegs immer so eindeutig, wie es im Moment ist. Viele Medienvertreter wollen sich jetzt zwar nur noch ungern daran erinnern, aber zum Glück legt der “Stern” den Finger in die Wunde!